Es stellte sich lediglich die Frage der technischen Anbindung ans Zentrum der Migros Aare in Schönbühl. Da IP-Telefonie an isolierten Standorten wenig Sinn ergibt, hat man in Schönbühl die Übergänge ins öffentliche Telefonnetz mit VoIP-Technologie realisiert. Nach drei erfolgreichen Monaten wurde der Pilotversuch auf vier weitere Filialen ausgedehnt.
«Heute benutzen wir für sämtliche Telefongespräche an und zwischen diesen Orten bereits VoIP», sagt Stephan Fink und ergänzt: «Die konventionelle Telefonanlage in Schönbühl ist zwar nach wie vor in Betrieb und an die VoIP-Lösung gekoppelt; wir könnten diese aber jederzeit ausschalten und die heutigen 1200 Systemapparate durch IP-Telefone ersetzen.»
Bis Februar 2005 will die Migros Aare den erweiterten Pilotversuch noch laufen lassen. Wenn sich das System bis dann bewährt und sich auch die erhoffte Kosteneinsparung einstellt, dürfte die IP-Telefonie schrittweise auch bei den verbleibenden 140 Filialen in den Kantonen Aargau, Bern und Solothurn Einzug halten. Dies würde ein wichtiges Zeichen setzen: Andere Migros-Unternehmen überlegen sich diesen Schritt nämlich auch.