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Migros Aare
Auftakt zur grossen Umstellung?

Start small, think big: Migros Aare startete ihre IP-Telefonie in einer Filiale im bernischen Köniz. Inzwischen sind vier weitere dazugekommen.Wenn sich der Erfolg dort wiederholt, stehen die Chancen gut, dass die Technologie firmenweit eingeführt wird.

«Unter Fachleuten», erinnert sich Stephan Fink, Leiter Systemtechnik/Telekommunikation bei der Migros Aare, «war die IP-Telefonie schon 1999 im Gespräch, aber damals noch weitgehend praxisuntauglich.» Das hat sich inzwischen gründlich geändert, und so schlugen Informatikleiter Urs Furrer und Stephan Fink Anfang 2004 vor, beim Neubau der Filiale Köniz mit der ausgereiften IP-Telefonie einen Pilotversuch zu starten. Die Unternehmensleitung stimmte zu und zeigte sich damit experimentierfreudig: Die gleiche Filiale war nämlich schon dafür vorgesehen, die Tauglichkeit der ebenfalls neuen Wireless-Technologie im Waagen- und im Kassenbereich abzuklären. Eine reine Softwarelösung kam nicht in Frage, denn gemäss Fink muss bei der Migros Aare das Telefon unabhängig von den Computern funktionieren. Da Cisco zudem der strategische Netzwerkpartner ist, entschied man sich für deren Lösung und fur Ciscos Gold Partner Getronics als Realisator.

Eignungstest für IP-Telefonie

Es stellte sich lediglich die Frage der technischen Anbindung ans Zentrum der Migros Aare in Schönbühl. Da IP-Telefonie an isolierten Standorten wenig Sinn ergibt, hat man in Schönbühl die Übergänge ins öffentliche Telefonnetz mit VoIP-Technologie realisiert. Nach drei erfolgreichen Monaten wurde der Pilotversuch auf vier weitere Filialen ausgedehnt.

«Heute benutzen wir für sämtliche Telefongespräche an und zwischen diesen Orten bereits VoIP», sagt Stephan Fink und ergänzt: «Die konventionelle Telefonanlage in Schönbühl ist zwar nach wie vor in Betrieb und an die VoIP-Lösung gekoppelt; wir könnten diese aber jederzeit ausschalten und die heutigen 1200 Systemapparate durch IP-Telefone ersetzen.»

Bis Februar 2005 will die Migros Aare den erweiterten Pilotversuch noch laufen lassen. Wenn sich das System bis dann bewährt und sich auch die erhoffte Kosteneinsparung einstellt, dürfte die IP-Telefonie schrittweise auch bei den verbleibenden 140 Filialen in den Kantonen Aargau, Bern und Solothurn Einzug halten. Dies würde ein wichtiges Zeichen setzen: Andere Migros-Unternehmen überlegen sich diesen Schritt nämlich auch.

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12. Oktober 2008 (GMT)
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