Die Ausgleichskasse des Kantons Wallis ist eine unabhängige Einrichtung öffentlichen Rechts, die eidgenössische und kantonale Aufgaben wahrnimmt. Sie verwahrt die Beiträge zur Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV), zur Invaliditätsversicherung (IV), zur Erwerbsausfallversicherung (EO) und zur Arbeitslosenversicherung (AV) von 41'000 Versicherten und erbringt die jeweiligen Zahlungen an 43'500 Rentner, 100'000 Bezüger von Prämienverbilligungen und 20'000 Bezüger von anderen Leistungen (Familienzulagen, EO).
Eines der wichtigsten Hilfsmittel bei so vielen "Kunden" ist die Telefonzentrale - und diese bereitete zunehmend Sorgen: Das Modell arbeitete noch mit Analogtechnik, war entsprechend veraltet und zudem teuer im Unterhalt. Als Swisscom auf letztes Jahr auch noch die Wartung kündigte, war ein Ersatz unumgänglich.
Die nahe liegende Lösung wäre eine ISDN-Zentrale gewesen. Doch dafür hätte man das Gebäude in Sion frisch verkabeln müssen, was die Verantwortlichen nach Möglichkeit vermeiden wollten. Zum Glück gab es eine Alternative, die erst noch zukunftsgerichteter war als ISDN: IP-Telefonie von Cisco. Und ein Unternehmen, das diese Technologie auch aus dem Effeff beherrscht: Getronics. "Der gute Ruf von Getronics und ein ähnliches System, das diese in Lausanne für die Verwaltung des Kantons Waadt realisiert hatte, waren für uns Grund genug, den Schritt zu wagen", sagt Yves Lorétan, IT-Manager bei der Walliser Ausgleichskasse.
Die IP-Lösung benötigte zwar neue Telefonapparate, aber keine neuen Kabel: Die Telefone liessen sich direkt an den Computern der Belegschaft anschliessen. Und ein einziges Zusatzgerät genügte, um die von den Mitarbeitenden seit langem gewünschte individuelle Voice-Mail-Funktion zu implementieren.
Das neue System bietet zudem die Möglichkeit von geschützten Fernzugriffen über das Internet auf das Netz der Ausgleichskasse. Die Sicherheitsmechanismen für diese so genannten VPN-Verbindungen werden dabei von der Infrastruktur des kantonalen Netzes zur Verfügung gestellt.